Ökumene ist …

vom Wortursprung her „die ganze bewohnte Erde“. Im kirchlichen Kontext steht Ökumene seit dem 19. Jahrhundert für die Bemühung der verschiedenen christlichen Kirchen, Trennungen im Glauben und im Handeln zu überwinden. Das Ziel ist die volle und sichtbare Einheit der Kirche Christi und letztlich die umfassende und versöhnte Gemeinschaft der Menschheit. Ökumene ist „...die Kunst, Misstrauen zu überwinden, Vertrauen aufzubauen, Freunde zu gewinnen und Freundschaften zu stiften“ (Kardinal Walter Kasper).

"Glaube verbindet"

Das Ziel der Ökumene, die sichtbare Einheit der Kirchen, ist nicht die Einebnung der Unterschiede auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner. Vielmehr können und sollen die geschichtlich gewachsenen Kirchen neben der Übereinstimmung im Grundsätzlichen des Glaubens ihre je spezifischen konfessionellen Eigenheiten und Schätze beibehalten und in den ökumenischen Lernprozess einbringen, um sich so gegenseitig zu bereichern und zu befruchten. Ziel der Ökumene ist somit eine „Einheit in versöhnter Verschiedenheit“, eine „Einheit in der Vielfalt“. 

Ökumene in Freiberg-Pleidelsheim/Ingersheim ist ...

eine ebenso bemerkenswerte Erfolgsgeschichte wie die Integration der Heimatvertriebenen in Württemberg. Sie begann „Als die Flüchtlinge kamen“ (Friedrich Winter) in den Wirren der Nachkriegszeit unter schwierigsten Bedingungen. Die Vertriebenen und Flüchtlinge - weder freudig begrüßt, noch wohl gelitten anfangs - waren in der Mehrzahl katholisch. Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil in den 60er Jahren konnte das anfangen zu wachsen, was heute hier selbstverständliche ökumenische Praxis ist: Die gemeinsamen Gottesdienste, das ökumenische Hausgebet im Advent, die gegenseitigen Einladungen der Senioren und Frauenkreise, die Jugendtreffen, die Schulgottesdienste ... 

Wie Ökumene im Lauf der letzten 40 Jahre ins Leben umgesetzt wurde, belegt eine ganze Reihe konkreter Initiativen und Aktivitäten, die im Zusammenwirken der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden entstanden sind. Beispiele:
•    Regelmäßige Treffen der ev. und kath. Kirchengemeinderäte
•    Kanzeltausch
     (ein ev. Pfarrer predigt in der kath. Gemeinde, der kath. Pfarrer in einer ev. Kirche)
•    Ökumenische Hospizgruppe
•    Seelsorge in den Seniorenheimen
•    Betreuung des Schülercafes an der Oskar-Paret-Schule
•    Jährliche Bibelwoche
•    Bonusmarkt-Initiative
•    Gemeinsame Konzerte der Kirchenchöre
Aus dem zarten Pflänzlein „Ökumene“ hat sich über die Jahre eine gut gewachsene Gemeinschaft entwickelt.

Ökumene weist in die Zukunft ...

Wir sind entschlossen, unsere ökumenische Bewegung an der Basis weiter zu fördern und dorthin zu gehen, wo wir noch nicht waren. "Es muss uns heute klarer sein denn je zuvor, dass wir als Christen nur gemeinsam für unsere Sache in dieser Welt einstehen können, nicht getrennt." (Pfr. Andreas Bührer, Beihingen) Die 'Kirchlichen Tage' im Oktober und das gemeinsam organisierte ökumenische Kulturprogramm sind neue Schritte raus aus der Zuschauerrolle hinein ins Geschehen.

Ansprechpartner:

Andreas Szczepanek, Pfarrer
Tel.: 07141-9923660;  e-mail: stmaria.freiberg(at)drs.de


schmidd(at)t-online.de

Stadtinfotag/Neubürgerbegrüßung

Auch in diesem Jahr gab es im Prisma wieder einen gemeinsamen Stand der Evangelischen und Katholischen Kirche Freiberg.

Frau Helm und Frau de Fazio haben den Stand wie im Vorjahr mit viel Engagement gemeinsam betreut.

Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) wurde durch Herrn Weigel vertreten.

Dieses Jahr war der Besuch nicht so zahlreich wie in anderen Jahren, aber Jesus sagte:
"Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter euch."